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Oberbürgermeister antwortet auf unseren offenen Brief

Trotz Verzögerung hat unsere Initiative „Kiellinie für alle“ nun eine Antwort auf unseren offenen Brief an Kiels Oberbürgermeister Dr. Kämpfer erhalten. Besser spät als nie – auch wenn leider nicht alle Fragen zufriedenstellend beantwortet wurden.

Mit Freude haben wir gelesen, dass unser OB bekräftigt, dass die Sanierung der Spundwand und die Neugestaltung der Promenade am Berthold-Beitz-Ufer für die Stadtverwaltung oberste Priorität hat. Hier soll schon vor einer Entscheidung für oder gegen eine autofreie Kiellinie mit der Arbeit begonnen werden können, was angesichts des mittlerweile schon berüchtigten Zauns an der Kiellinie auch dringend nötig ist. Ebenso erfreulich ist es, dass der OB unserer Forderung folgt, eine genaue Verkehrsanalyse, insbesondere was den Durchgangsverkehr betrifft, von einem unabhängigen, externen Gutachter durchführen zu lassen und diese auch uns und der Öffentlichkeit detailliert zur Verfügung stellen will. Denn für uns ist klar: Nur wenn die politischen Entscheidungsträger und auch die Bürgerinnen und Bürger genau wissen, was auf sie im Fall einer autofreien Kiellinie an Verkehrsbelastung hinzukommt, darf über eine Autofreiheit entschieden werden.

Hierfür fordern wir weiter einen ergebnisoffenen Prozess und eben Antwort des OBs Dr. Kämpfer auf unseren offenen Briefkeine Empfehlung der Verwaltung vor Vorliegen der eigentlichen Wettbewerbsentwürfe. Das widerspricht einem offenen Verfahren und wurde durch uns gewiss nicht angeregt – wir wünschen uns eine neutrale Beurteilung der beiden Varianten. Zudem lässt der OB leider weiter konkrete Konzepte vermissen, wie die umliegenden Wohngebiete, Schulen und Kindergärten von den zu erwartenden Verkehrsbelastungen im Falle einer autofreien Kiellinie geschützt werden könnten – hier regiert weiter das Prinzip Hoffnung, dass der Autoverkehr in ferner Zukunft einmal abnimmt. Das allein kann und darf nicht das einzige Konzept der Stadt sein, wenn durch eine autofreie Kiellinie der Verkehr einer Kreisstraße auf Wohngebiete verteilt würde.

In den kommenden Monaten hat der OB und seine Verwaltung eine Bringschuld, alle Bürgerinnen und Bürger Kiels offen und transparent über die nächsten Schritte einzubinden. Wir werden den Prozess weiter kritisch begleiten und freuen uns auf Ihre Unterstützung und Anregungen!

Links:

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Ratsversammlung beschließt Antrag zur Umgestaltung der Kiellinie

Nachdem Baudezernentin Doris Grondke in der heutigen Ratsversammlung beteuerte, dass die Verwaltung hinsichtlich der Neugestaltung der nördlichen Kiellinie (mit oder ohne Autoverkehr) nicht festgelegt sei, wurde der Antrag 10.7 zur Umgestaltung der Kiellinie mit den Stimmen der Ratskooperation (SPD, Grüne, FDP) und der Fraktion, der Linken und des SSW angenommen. Mit der Annahme des Antrags wird nicht nur der Planungswettbewerb vorbereitet, sondern auch die Verwaltung beauftragt, „verkehrsorganisatorische Begleitmaßnahmen“ – wie von uns gefordert – zu prüfen.

In der Ratsversammlung wurde diskutiert, ob eine Aufteilung des Kiellinie-Projektes in drei Abschnitte umsetzbar wäre. Frau Grondke stellte klar, dass eine Aufteilung zwar nicht die Fördermittel – diese beziffern sich auf 90 Prozent der Gesamtkosten – gefährden würde, fachlich aber nicht sinnvoll sei.

Weiterhin versicherte sie nachdrücklich, dass die Verwaltung nicht vorfestgelegt sei. Durch die beiden zu planenden Varianten (autofrei und mit Autoverkehr) sei das Verfahren sehr offen. „Die Stadt gehört den Kielerinnen und Kielern und wenn die Kielerinnen und Kieler entscheiden, wir wollen mehrheitlich da weiterhin durchfahren, dann ist das doch auch eine gute demokratische Entscheidung“, so die Baudezernentin.

Zuvor hatte Ratsherr Marcel Schmidt (SSW) die Verwaltung ermahnt, alle Bürgerinnen und Bürger in das Projekt einzubeziehen.

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Sollen an der Kiellinie Tatsachen geschaffen werden? – Update #1

Zum Update #1

Das Thema “Kiellinie” nimmt wieder Fahrt auf.

Während Oberbürgermeister Dr. Kämpfer auf unseren offenen Brief geantwortet hat und eine umfassende Beantwortung unserer Fragen verspricht, die allerdings noch ein wenig Zeit benötigt, naht bereits die Bauausschusssitzung am Donnerstag, dem 4. Februar (Link zur Sitzung mit Tagesordnung), bei der die Kiellinie in mehrfacher Hinsicht wichtiges Thema ist.

Im Tagesordnungspunkt “Ö 9.6” (Link zur Drucksache “0077/2021“) wird das Kiellinie-Projekt von der Stadt Kiel weiter vorangetrieben und der Planungswettbewerb vorbereitet, allerdings – so wie vom Oberbürgermeister zugesagt – im Bereich “Kiellinie Nord” (Anmerkung 1) offen gestaltet, so dass eine Variante “A” ohne und eine Variante “B” mit Kraftfahrzeugverkehr von den Wettbewerbsteilnehmern entwickelt werden soll. Gesetzt ist dabei allerdings, dass die Kiellinie Nord zu “zu einer Promenade […] mit hoher Aufenthaltsqualität und Erlebnisfunktion sowie Premiumradroute” wird.

Positiv ist, dass im Antrag – wie von uns vorgeschlagen und vom Ortsbeirat gefordert – unter Punkt 3 die Verwaltung beauftragt wird, parallel zum Planungswettbewerb verkehrliche Begleitmaßnahmen zu prüfen, die mögliche “Verkehrsverlagerungen im benachbarten Straßennetz” abfedern sollen. Die Verwaltung soll insbesondere mittels Bereitstellung von Informationen eine Grundlage schaffen, mit der später die Ratsversammlung nach Ende des Planungswettbewerbes zwischen den Varianten “A” und “B” entscheiden kann.

Entscheidung für nördlichsten Teil der Kiellinie soll schon Donnerstag, dem 4. Februar, fallen

Sehr interessant ist allerdings noch ein weiterer Tagesordnungspunkt im Bauausschuss: “Ö 9.4 – Kiellinie (K 7) – Um- und Ausbau zwischen Feldstraße (K 15) und GDWS” (Antrag als Drucksache “0061/2021“).

Hier soll bereits am kommenden Donnerstag, dem 4. Februar, eine Entscheidung zur Umgestaltung der nördlichen Kiellinie zwischen der “GDWS” (siehe Anmerkung 2) und Feldstraße, also einem Bereich, der direkten Anschluss an den Kiellinie-Projektbereich hat, gefällt werden.

Was soll beschlossen werden?

  • Die nördliche Fahrbahn wird zwischen Brandenburger Straße und Schweriner Straße auf einen Fahrstreifen reduziert, um Platz für einen Zweirichtungs-Radfahrstreifen (“Protected Bike Lane”) zu schaffen. Diese Bike Lane mündet dann direkt in den Kiellinie-Projekt-Bereich, bei dem derzeit noch nicht klar ist, wie er zukünftig gestaltet sein wird.
  • Die südliche Fahrbahn wird erneuert, statt zwei Fahrstreifen nur ein Fahrstreifen zugunsten eines “Interimsradfahrstreifens”.
  • Der südliche Gehweg wird neu hergestellt / versiegelt.
  • Die Parkflächen am Flandernbunker werden saniert.
  • Der nördliche Gehweg wird umgebaut.
  • Der Radweg zwischen Schweriner Straße und Feldstraße wird saniert.
Die vollständige Zeichnung der Maßnahme finden Sie als PDF unter der Drucksache 0061/2021 ganz unten unter Anlagen: “2021-01-13_Kiellinie_LPSB_500”.

Diese Maßnahme ist insbesondere interessant mit Blick auf die Aussage des Oberbürgermeisters, dass eine – von uns vorgeschlagene – Trennung der Bauabschnitte der Kiellinien-Umgestaltung “fachlich nicht sinnvoll” sei.

Dennoch werden nun aber im nördlichsten Teil der Kiellinie schon Tatsachen geschaffen, ohne die Umgestaltung der Kiellinie gesamtheitlich zu betrachten. Die Verwaltung ist hier der Meinung, dass die Maßnahme “unabhängig von der ausstehenden Entscheidung zur Umgestaltung des Bereichs der Kiellinie Nord” sei, obwohl diese direkt an den Projektbereich angrenzt und beide Projekte durch den gemeinsamen Verkehrsfluss in unmittelbarem Zusammenhang stehen.

Zudem sind wir als Initiative mehr als überrascht darüber, dass am Donnerstag im Bauausschuss – ohne vorherige öffentliche Diskussion oder Information und ohne ausreichende Einbeziehung der Ortsbeiräte – über diesen Teil der Kiellinie nicht nur beraten sondern abschließend entschieden werden soll. Dies entspricht aus unserer Sicht nicht dem Geist des von OB Kämpfer ausgerufenen “Kiellinie-Friedens”.

Daher fordern wir:

  • die Entscheidung im Bauausschuss aufzuschieben und nicht schon am 4. Februar Tatsachen zu schaffen
  • die Ortsbeiräte Wik und Ravensberg/Brunswik/Düsternbrook umfassend einzubeziehen
  • den Um- und Ausbau der Kiellinie nördlich der “GDWS” in das gesamte Kiellinien-Projekt aufzunehmen
  • das Kiellinien-Projekt in zwei Teilabschnitte aufzuteilen:
    — Teilabschnitt I: “Reventlouwiese und Landeshausufer” zusammen mit “Berthold-Beitz-Ufer”
    — Teilabschnitt II: “Kiellinie Nord” (bis zur “GDWS”) zusammen mit dem Kiellinie-Abschnitt nördlich der “GDWS”

Öffentlichkeitsbeteiligung der Verwaltung weiter verbesserungswürdig

Wieder wird deutlich, dass die Öffentlichkeitsbeteiligung der Kieler Verwaltung verbesserungswürdig ist. Für den Antrag der Umgestaltung der nördlichsten Kiellinie zwischen “GDWS” und Feldstraße (Drucksache “0061/2021”) wurde die Öffentlichkeit und der Ortsbeirat nicht ausreichend einbezogen. Dies verwundert nicht unbedingt, wenn man den Verfahrensrückblick der Verwaltung liest, der sich im Antrag zum Gesamtprojekt als Drucksache “0077/2021” unter Punkt 1 findet. In diesem Rückblick wird unter “Begründung” / Punkt “1.3” auf die “Öffentlichkeits- und Akteur*innenbeteiligung” zurückgeschaut. Die Analyse ist wenig selbstkritisch. Die Verwaltung attestiert sich hier eine “frühzeitige” Erörterung “aller Planungsinhalte” “mit den von der Planung Betroffenen”. Das ist aus unserer Sicht wie bekannt nicht der Fall. Eine selbstreflektierendere Sicht der Dinge würde helfen, mit Hilfe von “Lessons learned” in der Zukunft die Bürgerbeteiligung besser zu gestalten und das Projekt insgesamt erfolgreich durchzuführen.

Ergebnisse der Umfrage “Tor zur Kiellinie” verfügbar

Unter “Städtische Online-Beteiligung zum ‘Tor zur Kiellinie’” berichteten wir Ende Oktober über eine Umfrage der Stadt Kiel, die in Zusammenhang mit der Umgestaltung der Kiellinie stand. Die Ergebnisse der Umfrage liegen nun unter https://www.kiel.de/de/kiel_zukunft/kiel_plant_baut/wik_online_befragung/wik_tor_zur_kiellinie.php vor:

In der Umfrage sprechen sich bei 259 Befragten unter Punkt 3 mehr als 55 Prozent gegen eine Sperrung der Kiellinie zwischen Feldstraße und “GDWS” für den motorisierten Individualverkehr aus. 39 Prozent sind dafür, fünf Prozent haben andere Vorschläge.

Links:

Anmerkungen:

Anmerkung 1: “Kiellinie Nord” = hier Abschnitt zwischen Lindenallee und dem Parkplatz “GDWS”

Anmerkung 2: “GDWS” = Generaldirektion Wasserstraßen und Schifffahrt Standort Kiel

Update #1: KN berichten auch über Kritik

Auch die Kieler Nachrichten haben unsere gestrige Kritik an der unerwarteten Entscheidung zum Umbau der nördlichsten Kiellinie am kommenden Donnerstag aufgegriffen und berichten in ihrer heutigen Print-Ausgabe vom 02.02.2021 auf Seite 29 oder online für KN+-Abonnenten unter https://www.kn-online.de/Kiel/Neuer-Aerger-um-die-Kiellinie-in-Kiel-Autofahrspuren-sollen-weg.

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Offener Brief an OB Dr. Kämpfer

Zum Update #1

Liebe Unterstützerinnen und Unterstützer,  

an dieser Stelle bedanken wir uns herzlich für Ihre Unterstützung, Ihre Anregungen und Ihre netten Worte.

Aus Fragen und Anmerkungen, die uns erreicht haben, haben wir nun einen offenen Brief an unseren Oberbürgermeister verfasst, den wir Ihnen hier weitergeben:  

Wir wünschen Ihnen und Ihren Familien besinnliche Weihnachtsfeiertage, einen gesunden Rutsch in ein gesundes und erfolgreiches 2021 und bleiben Sie dabei!  

Herzlichst
Magdalena Drewes

Update #1 (29.12.2020) – Erste Reaktion von OB Dr. Kämpfer

In den Kieler Nachrichten vom 29.12.2020 (Seite 27) gab es eine erste Reaktion von Oberbürgermeister Dr. Kämpfer auf unseren offenen Brief mit seinem Fragenkatalog.

„Wenn ich Ratsherr oder Mitglied im Ortsbeirat wäre, würde ich auch erst über die Variante entscheiden, wenn die Daten dazu vorliegen“, fordert Kämpfer in den Kieler Nachrichten u.a. die Kommunalpolitik auf, die notwendigen Informationen einzuholen.

Hier der Online-Link für KN+-Abonnenten:

https://www.kn-online.de/Kiel/Offener-Brief-zur-Kiellinie-Nord-Buergerinitiative-hat-Fragen-an-Kaempfer

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Ortsbeirat will zukünftig über Sperrungen beraten

Gestern fand turnusgemäß eine Sitzung des Ortsbeirates Ravensberg / Brunswik / Düsternbrook statt, auf dem der Antrag “Kiellinie-Frieden erhalten” von SPD und Grünen angenommen wurde.

Damit wurde beschlossen, dass über zukünftige temporäre Sperrungen der Kiellinie für den Autoverkehr in den Ortsbeiräten beraten werden soll, um so eine Beteiligung alle Anwohnerinnen und Anwohner sicher zu stellen. Ausgenommen sollen Sperrungen aufgrund von Baumaßnahmen, Veranstaltungen oder Versammlungen sein.

Die sprachliche Ausgestaltung des Antrages wird allerdings noch angepasst. Strittig ist, wie “temporär” auszulegen ist und wie “Veranstaltungen Dritter” definiert sind. Klar ist, dass Kundgebungen/Demonstrationen und Baustellen nicht im Ortsbeirat beraten werden sollen.

Die Beschlüsse des Ortsbeirates in ihrer endgültigen Fassung werden sicherlich in den kommenden Tagen im Info-System der Stadt Kiel unter folgendem Link online gestellt: https://kommunalpolitik.kiel.de/bi/to010.asp?silfdnr=4517

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Kiellinie wird für Kreidemalaktion gesperrt

Das Tauziehen um die zukünftige Gestaltung der nördlichen Kiellinie geht in die nächste Runde:

Die Gruppe “Students for Future Kiel”, die für Klimagerechtigkeit eintritt, fordert eine autofreie Kiellinie und ruft daher zu einer Kreidemalaktion am Sonntag, dem 6. Dezember, auf, um “ein Zeichen in Richtung Stadt Kiel zu senden”. Teilnehmerinnen und Teilnehmer sollen ihre “Gedanken und Wünsche für eine autofreie Kiellinie auf die Straße” bringen.
Dafür wird die Kiellinie zwischen Lindenallee und Parkstraße zwischen 10 und 16 Uhr gesperrt, die Absperrungen stehen schon bereit.

Uns stellt sich hier erneut die Frage, wie es der Klimagerechtigkeit dienen kann, wenn der Autoverkehr von einer anwohnerfreien nördlichen Kiellinie, die als Kreisstraße eine Verbindungsfunktion hat, in die Kieler Wohngebiete umgeleitet wird und durch Umwege Mehrverkehr erzeugt.

Aufruf von “Students for Future Kiel” bei Facebook: https://www.facebook.com/studentsforfuturekiel/posts/238052414318197

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Kiellinie wieder Thema im Ortsbeirat

Am kommenden Mittwoch, dem 9. Dezember, befasst sich der Ortsbeirat erneut mit dem Thema “Kiellinie”. Ortsbeiratsmitglieder von SPD und Grünen schlagen unter dem Antrag “Kiellinie-Frieden erhalten” vor, dass über zukünftige temporäre Sperrungen der Kiellinie für den Autoverkehr in den Ortsbeiräten beraten werden soll, um so eine Beteiligung alle Anwohnerinnen und Anwohner sicher zu stellen.
Ausgenommen sollen Sperrungen aufgrund von Baumaßnahmen, Veranstaltungen oder Versammlungen sein.

Sie finden den Antrag unter dem Link https://ratsinfo.kiel.de/bi/to010.asp?SILFDNR=4517 als 2. Anlage unten.

Alle interessierten Mitbürgerinnen und Mitbürger sind eingeladen, an der Ortsbeiratssitzung teilzunehmen.
Die Sitzung findet am Mittwoch, dem 9.12.2020, um 19.30 Uhr in der Mensa der Reventlouschule, Beselerallee 45, statt.

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SPD will nördliche Kiellinie für Punschbuden sperren – Update #1

Zum Update #1 mit Reaktionen

Überraschender Vorschlag der Kieler SPD: Die stellvertretende Kieler SPD-Vorsitzende Christina Schubert schlägt vor, in den Weihnachtsferien die nördliche Kiellinie für den Autoverkehr zu sperren. Obwohl aufgrund der Corona-Pandemie die Kieler Weihnachtsmärkte in diesem Jahr entfallen, sollen nun nach Meinung der SPD Verkaufsstände für “Glühwein, Mutzen und Holzspielzeug” auf einer gesperrten nördlichen Kiellinie aufgestellt werden, so Christina Schubert.

Nach einer vorläufigen Befriedung des Kiellinie-Themas durch OB Kämpfer mit der Ankündigung eines variantenoffenen Verfahrens ist somit die Sperrung der Kiellinie wieder aktuelles Thema in der Stadt und der Vorstoß der SPD lässt vermuten, dass es weiterhin Ziel der Kieler SPD und der Verwaltung sein könnte, die nördliche Kiellinie dauerhaft zu sperren, zumal Stadtbaurätin Doris Grondke bereits im Rahmen der Vorstellung des Vorhabens “Sperrung der nördlichen Kiellinie” im Schwedenkai die Vision der Punschstände als Winternutzung auf dem Areal geäußert hatte.

Die Pressemitteilung der SPD Kiel lesen Sie hier:
https://www.spd-kiel.de/2020/11/20/kiellinie-ueber-die-weihnachtsferien-autofrei-und-mit-verkaufsbuden/

Auch die Kieler Nachrichten berichten über den Vorstoß der SPD, hier der Link für KN+-Abonnenten:
https://www.kn-online.de/Kiel/Kieler-SPD-schlaegt-Weihnachtsbuden-auf-der-autofreien-Kiellinie-vor

Update #1: Reaktionen auf SPD-Vorstoß

Gestern schlug die Kieler SPD vor, die nördliche Kiellinie während der Weihnachtsferien zu sperren und dort – sofern unter Corona-Bedingungen möglich – einige Verkaufsstände aufzustellen.

Heute nun gab es die Reaktionen auf diesen Vorstoß. Während wir als Initiative “Kiellinie für alle” den Vorschlag mehr als kritisch sehen, begrüßen die Grünen in Kiel die Sperrung über die Weihnachtsferien. Deren Kooperationspartner im Kieler Rathaus, die FDP Kiel, setzt sich dagegen für einen Standort weiter südlich ohne Sperrung ein.

Die CDU-Ratsfraktion Kiel bezeichnet den Vorschlag als “ein Stück weit lebensfremd” und fordert eine Prüfung, ob unter Corona-Vorgaben eine Innenstadt-nahe Lösung möglich ist.
Das Vertrauen in ein ergebnisoffenes Verfahren sieht SSW-Ratsherr Marcel Schmidt in seinem Kommentar auf Facebook zu den Plänen der SPD erschüttert.

SPD-Ratsfrau Christina Schubert stellte gegenüber unserer Initiative noch einmal klar, dass ihr Vorschlag keinerlei Festlegung für eine zukünftige Gestaltung der Kiellinie bedeute.

Der Link zur Stellungnahme der Grünen auf Facebook:
https://www.facebook.com/gruenekiel/posts/3038695656230392

Der Link zur Stellungnahme der CDU-Ratsfraktion auf Facebook:
https://www.facebook.com/cdu.ratsfraktion.kiel/posts/3645930758762377

Der Link zur Stellungnahme von SSW-Ratsherr Marcel Schmidt auf Facebook:
https://www.facebook.com/kielernachrichten/posts/1878105189011307?comment_id=1878271158994710

Auch die Kieler Nachrichten berichten heute ausführlich online über die Reaktionen auf den SPD-Vorschlag. Hier der Link für KN+-Abonnenten:
https://www.kn-online.de/Kiel/Krach-um-die-Kiellinie-wegen-Weihnachtsbuden-statt-Autos

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Bauausschuss hat getagt – Neuer Zeitplan steht

Am vergangenen Donnerstag tagte der Bauauschuss der Stadt Kiel. Thema war unter anderem die Neugestaltung der Kiellinie.
Das Stadtplanungsamt stellte noch einmal das nun veränderte Vorgehen bei der Umgestaltung der Kiellinie vor.
Laut Kieler Nachrichten sieht der Zeitplan nun so aus, dass im Januar der Rat über den erweiterten Wettbewerb entscheiden soll. Begleitend sollen weitere Verkehrsdaten erhoben werden.
Der Wettbewerb, bei dem 15 Büros teilnehmen sollen und der zum Sommer ausgelobt wird, sieht nun vier Bausteine vor:

  • Reventlouwiese und Landeshausufer
  • Berthold-Beitz-Ufer
  • Variante A für eine Kiellinie ohne Autoverkehr
  • Variante B für eine Kiellinie mit Autoverkehr

Ende 2021 soll dann eine Fach- und Sachjury über den besten Vorschlag entscheiden.
Nach Präsentation des Ergebnisses und Diskussion mit Bürgern und Politik soll dann laut Kieler Nachrichten frühstens 2022 die Entscheidung über eine Kiellinie mit oder ohne Autoverkehr fallen.

Die Niederschrift der Sitzung des Bauausschussen werden Sie in den kommenden Tagen unter folgendem Link finden:
https://kommunalpolitik.kiel.de/bi/to010.asp?SILFDNR=4333

Einen Bericht von der Sitzung des Bauausschusses finden Sie in der Printausgabe der Kieler Nachrichten vom 07.11.2020 auf Seite 32 oder online für KN+-Abonnenten unter https://www.kn-online.de/Kiel/Bauausschuss-von-Kiel-Kiellinien-Entscheidung-faellt-erst-2022

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KN: “Verkehrspolitik: IHK ermahnt Kämpfer”

Auch heute beschäftigen sich die Kieler Nachrichten wieder mit dem Thema “Verkehr in Kiel”.

Die IHK Kiel “ermahnt” laut KN Oberbürgermeister Ulf Kämpfer, in “der verkehrlichen Entwicklung nicht den Überblick” zu verlieren und fordert ein “realistisch umsetzbares, zukunftsfähiges und ideologiefreies Verkehrs[…]konzept”, so IHK-Präsident Vater in den Kieler Nachrichten.

Die Zeitung nennt als ein Beispiel für derzeitige Konflikte in Kiel rund um den Verkehr das Thema “Kiellinie – Feldstraße”, bei dem der KN zufolge der Oberbürgermeister erst nach der Kundgebung unserer Initiative “Kiellinie für alle” öffentlich Stellung nahm und versprach, auch eine Variante mit Autoverkehr zu prüfen.

Lesen Sie den Artikel auf Seite 19 der KN-Ausgabe vom 02.11.2020 oder unter folgendem Link

https://www.kn-online.de/Kiel/Verkehrspolitik-in-Kiel-IHK-ermahnt-Oberbuergermeister-Ulf-Kaempfer